J/22 World Championship 2026
Jean-Michel Lautier auf Platz zehn, Glenn Darden holt den Titel

Spannende Wettfahrten, anspruchsvolle Bedingungen und ein vorzeitig beendetes Championship-Finale: Bei der Allstate Sugar Bowl J/22 World Championship in New Orleans verteidigte der amtierende Weltmeister Jean-Michel Lautier seinen Platz in den Top Ten. Der Niederländer belegte mit seiner Crew den zehnten Rang. Den Weltmeistertitel sicherte sich Glenn Darden aus den USA.
Vom 7. bis 9. Oktober trafen sich 46 Teams aus den USA und mehreren weiteren Nationen am Southern Yacht Club in New Orleans, um auf dem Lake Pontchartrain den neuen J/22-Weltmeister zu ermitteln. Mit dabei war auch der amtierende Weltmeister Jean-Michel Lautier aus den Niederlanden, der gemeinsam mit Giuseppe d’Aquino und Denis Neves auf „FRAPORITA“ an den Start ging.
Glenn Darden setzt sich souverän durch
Von Beginn an bestimmte Glenn Darden mit seiner „Baby Doll“ das Geschehen an der Spitze. Gemeinsam mit Willem van Waay, Jackson Benvenutti und Min Min Kelly gewann er die ersten drei Wettfahrten und legte damit einen perfekten Auftakt hin.
Am zweiten Wettfahrttag wurde es noch einmal spannend. Jeff Hayden und sein Team auf „Polar Express“ konnten mit einem Sieg Druck auf die Führenden ausüben. Doch Darden antwortete eindrucksvoll: Mit zwei weiteren Wettfahrtsiegen machte er den Titelgewinn bereits vor dem letzten Rennen perfekt.
Am Ende standen für „Baby Doll“ fünf Wettfahrtsiege und insgesamt nur elf Nettopunkte zu Buche. Jeff Hayden belegte mit „Polar Express“ und 21 Punkten den zweiten Platz. Mike Gemperline segelte mit „Defiance“ und 25 Punkten auf Rang drei. Alex Schwinn mit „Tilt“ und Jeff Progelhof mit „Schitzen Giggles“ komplettierten die Top Fünf.
Für Darden ist es der erste J/22-Weltmeistertitel. Nach dem zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft 2024 konnte er sich diesmal mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung durchsetzen.
Jean-Michel Lautier landet auf Rang zehn
Für Jean-Michel Lautier und seine Crew begann die Weltmeisterschaft zunächst schwierig. Nach einem 27. Platz in der ersten Wettfahrt zeigte das niederländische Team eine starke Reaktion. Mit einem fünften Platz und anschließend Rang zwei in den folgenden Rennen meldete sich „FRAPORITA“ eindrucksvoll zurück.
Der amtierende Weltmeister bewies damit einmal mehr, dass er auch in einem international stark besetzten Feld zur Spitze gehört. Im weiteren Verlauf der Regatta behauptete sich das Team und beendete die Weltmeisterschaft schließlich auf Platz zehn von 46 teilnehmenden Booten.
Auch wenn es diesmal nicht für eine erneute Podiumsplatzierung reichte, ist das Ergebnis in einem Feld mit zahlreichen erfahrenen Weltmeisterschaftsteilnehmern eine beachtliche Leistung.
Wind, Wellen und ein herannahender Sturm
Die Bedingungen auf dem Lake Pontchartrain verlangten den Crews einiges ab. Bei Sonnenschein und kräftigem Wind entwickelte sich ein anspruchsvolles Revier. Besonders am zweiten Wettfahrttag sorgten 15 bis 20 Knoten Wind und steile, teilweise verwirrende Wellen für herausfordernde Bedingungen.
Zusätzlich rückte ein tropisches Wettersystem im Golf von Mexiko näher. Die Prognosen für Freitag ließen Windgeschwindigkeiten von bis zu 28 Knoten erwarten. Die Veranstalter entschieden deshalb, die Meisterschaft bereits am Donnerstag abzuschließen und die Siegerehrung vorzuziehen.
Insgesamt konnten sieben Wettfahrten gesegelt werden. Damit stand ein würdiger Weltmeister fest, bevor das Wetter einen Strich durch die weitere Planung machen konnte.
Mehr als nur Regattasegeln
Auch an Land zeigte sich die besondere Atmosphäre der J/22-Klasse. Der Southern Yacht Club sorgte mit seiner Gastfreundschaft, einem traditionellen Shrimp Boil aus Louisiana und gemeinsamen Abenden an der Tiki Bar für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
Die Weltmeisterschaft brachte einmal mehr erfahrene Titelträger, langjährige Konkurrenten und neue Gesichter der internationalen J/22-Szene zusammen. Bei aller sportlichen Konkurrenz standen der Austausch und die Gemeinschaft der Segler im Mittelpunkt.
Der Blick geht nach vorn
Glückwunsch an Glenn Darden und seine Crew zum verdienten Weltmeistertitel! Ebenso gratulieren wir Jean-Michel Lautier und seinem Team zu Platz zehn in einem starken internationalen Teilnehmerfeld.
Die Weltmeisterschaft in New Orleans hat erneut gezeigt, wie eng sportlicher Wettbewerb und internationale Segelfreundschaften in der J/22-Klasse miteinander verbunden sind.
Und nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft: Die nächste Gelegenheit, die internationale J/22-Flotte zusammenzubringen, bietet die Weltmeisterschaft 2027 in Warnemünde. Wir freuen uns darauf, zahlreiche Teams an der deutschen Ostseeküste begrüßen zu dürfen!
Bilder & Video von Hannah Lee Noll winddancecreative.com
































































































































































































































































































































































































































































































