What a kick off auf der Alster beim HSC …
Frühjahrs-Verbandsregatta 28.03.2026 – 29.03.2026

Am 28./29. März waren die J22, J24 und J70 zu Gast beim Hamburger Segel Club zur Frühjahrs Verbandsregatta auf der Alster.
Mit 7 J/22 stellten wir zwar das kleinste Feld, waren aber für die J/24 und J/70 Vorreiter, um vor dem eigenen Start einen Vorgeschmack auf die Alster an diesen beiden Tagen zu bekommen. Nicht nur für die Segler, sondern auch für die Wettfahrtleitung eine Herausforderung, für alle drei Klassen sieben faire Races durchzuführen, was bei der Erfahrung vor Ort perfekt gelang.
Dabei bot der Alster an beiden Tagen alles, was einen Flight versüßen und vergessen lassen konnte. Der Sonntag zeigte sich dann versöhnlich von der himmelblauen Seite, mit klasse Matches, da die Punkteverteilung nach dem ersten Regattatag noch viele Chancen für die Teams ließ.
Ein Show down zwischen Jola und J Bender konnten Thorsten, Hannes und Florian am Ende für sich entscheiden; Andreas, Silke und Juliane hatten auch mit dem zweiten Platz wie alle anderen Teams jede Menge Spaß und gute Laune an beiden Tagen. Für Tschakka war es unsere erste Klassenregatta und dann noch erstmalig auf der Alster ein lehrreicher und intensiver Start in die Saison mit vielen Wohlfühlmomenten sowohl beim Land-Team des HSC, als auch bei Euch J/22 Seglerinnen und Seglern. Ein 3. Platz ließ uns sehr zufrieden und happy in die Saison starten.
Besonderer Dank an Andreas und Thorsten für die Nachsorge meiner Fragen zum Mastfall und an die Wettfahrtleitung für zwei tolle Regatta-Tage.
Horst, GER 1618












Abschluss der Winterseries in Essen
Essen, 01.03.2026
Das Wintersegeln am Baldeneysee ist in den letzten Jahren richtig populär geworden. Die J/22-Klasse nutzt die kalte Jahreszeit, um auch bei frostigen Temperaturen und winterlichen Windverhältnissen auf dem Wasser aktiv zu sein. In diesem Jahr waren 11 Teams am Start.

Die J/22 Winterserie 2025/2026 fand an fünf Terminen statt: 23. November 2025, 14. Dezember 2025, 11. Januar 2026, 8. Februar 2026 und 1. März 2026. Die Regatten wurden vom ETUF Essen organisiert. Segler konnten so auch im Winter wettkampfmäßig Erfahrungen sammeln und die Gemeinschaft pflegen. Leider musste der Termin am 11. Januar wegen der niedrigen Temperaturen und dem zugefroren See abgesagt werden.

Die Serie am Sonntag, den 01.03.2026, ist bei optimalen Bedingungen zu Ende gegangen. Das Wetter war sonnig und windig, bis zu einer Windstärke von ca. 11 kn.
Ulrike Paland vom gastgebenden ETuF hat den Wettbewerb für sich entschieden, gefolgt von Christian Greving und Thomas Lösch.
(Bericht von Thomas Lösch)












































Bella Napoli – eine Weltmeisterschaft im Schatten des Vesuvs bei neuen Freunden
Es ist Donnerstag, ein typischer Hamburger Herbstabend – dunkel, kühl, nass und das Laub liegt auf den Straßen. Wir beladen das Auto für unser Abenteuer der Saison: 1900 km mit der J/22 nach Italien zur Weltmeisterschaft – one way. Es klingen noch Hannes Worte in den Ohren: „Süditalien im Herbst: 20°C Wassertemperatur, Sonne und gutes Essen! Da sollten wir hin.“ Die Vorstellung überzeugte uns und nun sitzen wir gemeinsam in Thorstens Camper und biegen auf die Autobahn Richtung Süden ab. Das Navi sagt: „Noch 22 Stunden.“ Wobei hier gilt vielmehr, der Weg ist das Ziel.
Ich schreibe Andi eine kurze Nachricht: „J-Bender rollt.“ Er antwortet mit dem Raketen- Emoji.

Neben uns, Thorsten, Hannes und Flo (J-Bender, GER 1449), macht sich am nächstens Morgen auch noch die JOLA (GER 1411) auf den Weg von Hamburg nach Süditalien. Silke, Harald und Andi haben sich auch für dieses Abenteuer entschieden. Und auch im Südwesten Deutschlands aus Mannheim begibt sich die Crew um Dirk, Jochen und Horst (Zwoelfdrejzehn, GER 1213) auf die lange Reise.
Die Fahrt vergeht, irgendwie. Am Freitagnachmittag erblicken wir die erste J/22 – ein niederländisches Studententeam – sie stehen auf dem Rastplatz sehr versteckt und wir sind bereits auf dem Beschleunigungsstreifen. Im Nachgang erfahren wir, dass ihr Trailer einen Reifenschaden hatte. Glücklicherweise erhielten sie sofort Unterstützung von einer lokalen Werkstatt und können ihre Reise fortsetzen.
Kurz vor Neapel rauscht dann eine weitere J/22 an uns vorbei, französisches Kennzeichen, dass müssen die Jungs aus Nantes sein. Hoffentlich wird es auf dem Wasser anders sein, denke ich.
Wir erreichen Neapel am Freitagabend, mittlerweile sind knapp 25 Stunden vergangen. Jeder, der den Feierabendverkehr in einer Großstadtmetropole kennt, denkt sich wahrscheinlich jetzt schon – Du meine Güte. Und so wird es auch – Roller schießen von allen Seiten, Autos hupen, Verkehrsregeln – ja gibt es auch irgendwie. Das wichtigste Credo für diesen Moment – ruhige Nerven und niemals die breiten Straßen verlassen. Thorsten navigiert uns sicher zum Lega Navale di Napoli, dem ausrichtenden Segelclub. Wir werden vom Nachtwächter bereits empfangen, dass Boot wird schnell abgestellt und wir dürfen einen Stellplatz direkt am Club beziehen.

Beim „Anlegergetränk“ wundern wir uns noch, wo die Franzosen abgeblieben sind. Die Drei hatten es kurzerhand zu lokaler Berühmtheit gebracht. Ihrem Navi war nicht bewusst, dass es ein Anhängergespann ist und kein Motorroller – in der Altstadt Neapels prägen noch die engen Straßen der griechischen Antike das Stadtbild. Dort ist kaum Platz, um mit einem normalen PKW durchzufahren, geschweige denn einem Auto mit Anhänger. Und so manövrieren sie sich in eine aussichtlose Lage und Fotos von dem Gespann machten die Runde in den neapolitanischen sozialen Medien. Glücklicherweise kommen ihnen sofort die Bewohner Neapels zur Hilfe und sie schaffen es sicher bis zum Segelclub.
Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne. Auf den Stegen des Lega ist bereits ein reges Treiben. Direkt vor dem Club liegen, wie an einer Perlenkette, ein Dutzend J/22. Wir bereiten alles zum Kranen vor und sind schnell im Wasser und segeln das erste Mal in den Golfo di Napoli. Der Versuv wirkt majestätisch auf uns und die Stadt schaut auf die Bucht, als wäre sie ein Fußballstadion. Hier werden wir also Segeln – eine einmalige und beeindruckende Kulisse.


Doch nicht nur die Kulisse ist beeindruckend, auch die Organisation vom Lega Navale di Napoli ist es. Keine Spur von süditalienischer Gelassenheit, jeder hat eine Aufgabe und kümmert sich mit Elan und Eifer um diese. Und wenn etwas mal nicht so kommt wie geplant, kein Problem, denn man ist auch sehr flexibel und dabei noch außerordentlich freudig. Wirklich beeindruckend!
Wir kommen schnell mit den Seglerinnen und Seglern vom Lega ins Gespräch und tauschen uns über alles rund ums Segeln aus. Man spürt förmlich, wie neugierig und voller Erwartung alle sind, denn es ist schließlich nicht eine lokale Regatta – hier findet eine Weltmeisterschaft statt.
Am Sonntag finden dann die offiziellen Practice Races statt. Mittlerweile sind auch alle Crews sicher in Neapel angekommen und wir segeln fast mit der gesamten Flotte Richtung Regattakurs. Die Sonne scheint und so erwartet die Wettfahrtleitung ein lokales Wetterphänomen – eine Seebrise. Erst als diese sich vollständig entwickelt hat, wird gestartet. Alle Teams sammeln wertvolle Erfahrungen und nach insgesamt drei kürzeren Rennen geht es zurück in den Hafen. Dabei ist der Anblick der Flotte unter Spi einmalig – gut, dass wir hier sind.
Die Opening Ceremony am Nachmittag wird zu einem geselligen Event, doch man merkt auch die Anspannung auf den Stegen. Jetzt geht es los!
Erster Wettfahrttag

Am Montag ist es dann so weit, der erste Wettfahrttag lockt mit Sonne. Eincremen also nicht vergessen und das im Oktober! Und es verläuft wie erwartet: Nach drei Wettfahren ist Fraporita – die Weltmeistercrew von 2019 und 2023 – ganz vorne und danach wird es enger im Feld. Die drei deutschen Teams schlagen sich passabel und landen in den Top 10. Ganz zufrieden sind wir jedoch nicht, denn bereits das erste Rennen zeigte – da geht etwas. Also ab in den Hafen zur Nachbesprechung – denken wir – und machen die Rechnung aber ohne die Gastgeber. Am Segelclub erwartet uns bereits ein motiviertes Team aus freiwilligen Helfern. Es wird Pasta und Wein gereicht und die Nachbesprechung wird kurzerhand eine Gruppendiskussion zwischen allen Seglern – Die J/22 ist wirklich eine wundervolle Klasse.

Zweiter Wettfahrttag
Am zweiten Wettfahrttag zeigt sich ein ähnliches Wetterbild zum Vortag – die lokale Seebrise. Mit den Erfahrungen von nunmehr zwei Segeltagen ist klar, es gibt hier nur einen Siegerkurs und der geht über rechts. JOLA macht es vor und gewinnt dank einer grandiosen Positionierung und mit der richtigen Taktik die erste Wettfahrt des Tages. Das Mixed-Team aus Frankreich, Portugal und Italien auf NED 1273 kann man also dochschlagen – und so verläuft die zweite Wettfahrt für uns unter dem Motto: „Der Tag an dem wir das erste Mal den Weltmeister geschlagen haben“.

Insgesamt verläuft der zweite Wettfahrttag für die Teams vom HSC sehr positiv, seglerische Konstanz und die zwei Wettfahrtsiege lassen uns in der Gesamttabelle auf die Plätze 4 und 5 vorrücken. Dabei trumpft besonders das Team JOLA stark auf, als sie in der dritten Tageswettfahrt auch noch den 2.Platz belegen. So kann es weitergehen – wünschen wir uns bei der Anleger-Pasta.

Für Mittwoch ist von den Organisatoren ein Ruhetag geplant. Aufgrund einer unsicheren Wettersituation bittet die Wettfahrtleitung jedoch alle Segler, um die Chance zu wahren auch wirklich zwölf Wettfahrten segeln zu können, auch am Mittwoch auf die Regattabahn zu fahren. Touristische Pläne werden verworfen, wir sind ja schließlich zum Segeln hier.
Mittwoch: Regen- statt Ruhetag
Der Mittwoch begrüßt uns mit Regen – wirklich? An Wind ist auch erstmal nicht zu denken, so wird AP an Land gesetzt und es heißt warten. Jeder geht mit dieser Situation anders um, es wird Karten gespielt, Tischtennis gezockt oder Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht. Dann frischt der Wind zum späten Mittag auf, eine Unruhe macht sich im Hafen breit. Schließlich wird AP eingeholt und wir dürfen raussegeln. Bis zur Hafeneinfahrt schaffen wir es gerade, da kommt uns Francesco bereits mit dem Schlauchboot entgegen und ruft „No races today, wind is gone“.
Umso mehr Zeit bleibt nun, sich für die Crew Party vorzubereiten. Und der Abend wird ein voller Erfolg – italienische Gastfreundschaft, gutes Essen und großartige Musik machen den Abend zu einem wundervollen Erlebnis! Glücklich und voller Emotionen fallen wir ins Bett.
Zyklon-Donnerstag
Am Donnerstag zeigt sich dann Neapel wettertechnisch von einer anderen Seite – der Zyklon im südlichen Mittelmeer schickt Regen und Wind, viel Wind. In Ölzeug geht es auf die Regattabahn. Diesmal liegt der Kurs anders, die Taktik der ersten Wettfahrttage ist damit hinfällig. Für uns ist klar, die Starts müssen sitzen, um vorne dabei zu sein. Die lokalen Crews, welche fast ausschließlich zu viert an Bord segeln, kennen jedoch diese Bedingungen und so wird um jede Lücke am Start gekämpft. Wir verpassen eine gute Positionierung und kommen in der ersten Wettfahrt schlecht weg – wir sind unkonzentriert und die Bedingungen fordern uns – wir machen Fehler. Glücklicherweise finden wir unseren Rhythmus in der zweiten Kreuz und retten noch eine passable Platzierung ins Ziel. In der zweiten Wettfahrt machen wir es besser und liefern uns ein packendes Duell mit JOLA bis ins Ziel – diese Runde ging an uns. Bei Silke, Harald und Andi ist mittlerweile jedoch der Knoten gänzlich geplatzt – sie segeln JOLA konstant schnell und treffen die richtigen taktischen Entscheidungen. Das zeigt auch ihre Serie mit 4 – 3 – 3 an diesem Starkwindtag. Ihre starke Leistung zeigt sich auch in der Tabelle mit dem zweiten Gesamtplatz vor dem letzten Wettfahrttag.






Showdown am Freitag
Der Freitag wird dadurch zum nervenaufreibenden Showdown. Die Abstände zwischen dem zweiten und siebten Platz sind eng. Ein weiterer Streicher nach der 10. Wettfahrt würde das Ergebnis nochmal stark verändern. Mit höchster Konzentration gehen wir also an den Start, welcher auch noch um eine halbe Stunde nach vorne verlegt wurde. Der Wind ist an diesem Freitag eher schwach und pendelnd. Die Wettfahrleitung auf der Regattabahn zeigt ihr professionellen Fähigkeiten, um faire Rennen zu ermöglichen, erneut an diesem Tag. Über den Funk hören wir die Kommunikation zwischen Startschiff und Francesco im Schlauchboot an der Luvtonne. Windrichtung und -geschwindigkeit werden in kurzen Abständen ausgetauscht, unser italienisches Gehör ist mittlerweile so geschult, dass wir aufmerksam mithören.
Nach einer gefühlten Ewigkeit scheint dann endlich eine konstante Brise den Vesuv herunterzuwehen. Wir starten, werden abgedeckt, müssen rauswenden – Mist! Dranbleiben und kämpfen, die drehenden Winde kennen wir doch von zu Hause. Diese Kreuz wird zum Nervenkitzel, bei der Annäherung an die Luvtonne zeigt sich – ganz so schlecht war es dann doch nicht. JOLA geht mir großem Abstand als erstes Boot um die Tonne, dahinter die Mannheimer Jungs um Dirk, Jochen und Horst und wir – liegen an dritter Position dicht gefolgt vom italienischen Lokalmatador Ezio und seine Crew, unserem direkten Verfolger in der Gesamtwertung.


Der Downwind wird zum Krimi – in doppelter Hinsicht. Ezio und sein Team greifen immer wieder an, wir halten sie gekonnt auf Abstand. Dann dreht der Wind und nimmt ab, die andere Kursseite ist nun klar bevorteilt – wir sind auf der falschen Seite. Bei stark abnehmendem Wind versuchen wir zum Lee-Gate zu kommen. Die Hupe von Francesco zum Wettfahrtabbruch erlöst uns aus der Situation. Dann heißt es warten. Warten auf den Wind, warten das die Zeit vergeht, denn heute wird nur bis 15 Uhr gesegelt. Das sind zwei lange Stunden. Immer wieder frischt der Wind auf, doch so richtig durchsetzen möchte sich die Seebrise an diesem Tag nicht. Nun heißt es die Konzentration hochzuhalten. Gemeinsam mit JOLA nutzen wir jede aufkommende Brise um erneut den Trim zu prüfen und uns einzusegeln. Die Anspannung ist hoch.


Nach einer gefühlten Ewigkeit folgt dem Bangen dann die Erlösung – die Wettfahrleitung beendet um kurz vor 15 Uhr die Regatta. Ein Jubelschrei weht über den Golf von Neapel – auch von den Weltmeistern, aber vor allem von Silke, Harald und Andi, so groß ist die Freude über den Vizeweltmeistertitel.



Die Siegerehrung wird dann noch einmal zu einem emotionalen Höhepunkt – die Seglergemeinschaft der J/22 feiert nicht nur ihre Sieger, sondern auch die einzigartige Gemeinschaft, welche sich in dieser Woche entwickelt hat. Wir haben in dieser Woche viele wunderbare Menschen getroffen, eine unglaubliche Leidenschaft für den Sport gespürt, neue Freundschaften geschlossen und nicht zuletzt eine unübertroffene Gastfreundschaft im Lega Navale di Napoli erfahren. Mit all diesen Eindrücken kehren wir zurück nach Deutschland und es lässt sich abschließend festhalten – Süditalien im Herbst: 20°C Wassertemperatur, Sonnenschein, großartiges Essen und wundervolle Menschen! Da muss man hin!

Wir bedanken uns für diese einzigartige Erfahrung und an alle Mitglieder des Lega di Navale Napoli, welche durch ihren Spirit und ihre Leidenschaft diese Weltmeisterschaft so einzigartig gemacht haben – wir kommen wieder, Freunde!
JOLA (GER 1411) – Silke, Harald und Andi / Vizeweltmeister
Zwoeldrejzehn (GER 1213) – Dirk, Jochen und Horst / 10.Gesamtplatz
J-Bender (GER 1449) – Thorsten, Hannes und Florian / Gewinner der Bronzemedaille
Ergebnisse
Ergebnisse & Bericht: J/22 Cup 2025
Am 30. und 31. August 2025 lud der Duisburger Yacht-Club (DUYC) zur J/22 Klassenregatta auf der Duisburger Sechs-See-Platte. Sieben Crews waren der Einladung gefolgt und sorgten für ein spannendes und zugleich sehr stimmungsvolles Regattawochenende.
Der Samstag begann mit bestem Segelwetter: mittlere, konstante Winde boten ideale Bedingungen, sodass die Crews gleich von Beginn an packende Wettfahrten lieferten. Immer wieder wechselten die Positionen auf den Vorwind- und Kreuzkursen. Am Sonntag zeigte sich das Revier dann von einer ganz anderen Seite: schwacher und drehender Wind verlangte viel Geduld und ein feines Gespür für die richtige Taktik.
Nach insgesamt sechs Wettfahrten stand das Siegerteam fest: GER 1368 mit Lena Stückl, Felix und Gabriele Brockerhoff (DUYC). Besonders bemerkenswert: Steuerfrau Lena Stückl ist Newcomerin in der J/22-Klasse und kommt ursprünglich aus dem 505er – ein gelungener Einstand mit vier Wettfahrtsiegen und dem souveränen Gesamtsieg. Knapp geschlagen, auf Platz zwei folgte FRA 1444 mit Reiner Brockerhoff, Christoph Declerque und Charles Michaux (ebenfalls DUYC), die mit konstanter Leistung immer in Schlagdistanz blieben. Den dritten Rang sicherte sich GER 1449 mit Thorsten Spötter, Hannes Ranke und Artur Lobanov (HSC), die aus Hamburg kommend, die weiteste Anreise hatten.
Neben der sportlichen Spannung kam auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz: Der gastgebende DUYC zeigte sich wie gewohnt herzlich, und das Sommerfest am Samstagabend – mit einem Auftritt einer Karnevalsgesellschaft – sorgte für beste Stimmung an Land. Auch auf dem Wasser herrschte ein ausgesprochen fairer und freundschaftlicher Umgang zwischen den Crews, was die Regatta zu einem rundum gelungenen Ereignis machte.
Der Blick geht nun nach vorn: Vom 8. bis 9. November findet mit dem „Väterchen Frost“ in Hamburg der traditionelle Saisonabschluss der J/22-Klassenregatten statt. Die Anmeldung ist bereits eröffnet: Väterchen Frost – Anmeldung
Bericht: Team J-Bender (GER 1449)
Trainingswochenende auf der Alster
Bericht von Clara Trommer
Fünf J22 auf der Alster, gut zwanzig Starts und ein paar Wettfahrten: drei Minuten Startlinie suchen, Wind verstehen, positionieren, verteidigen, angreifen und dann Geschwindigkeit on point – gut geklappt? Gleich nochmal! Diesmal 10 Sekunden zu spät an der Linie – war der gute Start vorhin doch Zufall? „Ihr müsst so lange starten üben, bis ihr verlässlich bei Null an der Linie seid – Euch fehlt die Konsistenz.“ sagt Coach Silke Basedow zu sowas – und viel mehr.
Im vielleicht letzten warmen Sonnenschein vor Herbstbeginn, in Morgenflaute angefangen, bei angenehmen 8-12 Knoten geendet, konnten wir (BananaJama, JarJar, J-Bender, Jette, Pegasus) unter Beobachtung von Silke unseren Trimm verbessern, mit vielen wertvollen Tipps gegeneinander segeln und vor allem Starten üben. So wichtig! Denn wer schnell segelt, kann vielleicht einen späten Start raussegeln – aber wer schnell segelt und gut startet gewinnt. Wer (noch) nicht so schnell segelt, ist mit einem guten Start trotzdem vorne dabei. Also: ein Vormittag voller kurz getakteter Startsequenzen. Nach einem Start nur schnell den schlimmsten Fehler finden und direkt nochmal. Der enge Takt ist auch eine Challenge für die Konzentration, die Kommunikation an Bord. Eng wird es aber auch auf dem Wasser: „Ihr braucht Platz nach Lee! Jetzt sind sie euch reingefahren – schnell aggressiv hochstellen – und wieder abfallen – da kommen die nächsten!“ – klingt es vom Schlauchboot. Das viele Verteidigungsabfallen drängt die Flotte manchmal weit nach links – ungünstig, wenn der Wind dreht und von dort kaum noch jemand über die Linie kommt. Wer nicht verteidigt, verliert und verschwindet nach rechts – muss traurig alle in Lee vorbeisegeln lassen.
Die ersten Wettfahrten vor der Mittagspause zeigen, wie gut die Trainingsgruppe passt: Nicht immer dieselben hinten, nicht immer dieselben vorne, alles nah beieinander (meistens) – ein ähnliches Niveau macht alles spannend, gut vergleichbar, gut lernbar. Am Nachmittag kommt zu den vier anderen Booten ein neuer Gegner: Die Konzentration lässt nach – eine mentale Challenge: Gut durchatmen, gut miteinander sprechen, gut Rollen klären, nicht durch schlechte Starts, nicht gut besprochenen Manövern oder falsche taktische Entscheidungen die Entspanntheit verlieren, sondern an Konzentration, guter Laune und Spaß am Segeln festhalten. Segeln ist Sport für den Körper, fürs Gehirn und Teamsport.
Als Teil des Trainingswochenendes war für Tag 2 eigentlich sogar eine Wettfahrtleitung organisiert. Da die Gruppe sich aber auf drei Boote verkleinert hat, eine Crew auf zwei Personen geschrumpft ist und nach dem Sonnensegeln bei perfektem Trainingswind eher Regen und Starkwind angesagt war, lieferten sich J-Bender, Jette und Pegasus ein paar wenige Kämpfe untereinander und mit dem Wind. Die Learnings aus dem Trainingstag waren allerdings klar zu sehen – mehr gemeinsames Segeln ist verabredet – mit Väterchen Frost am 8. und 9. November gibt es schließlich auch noch eine Regatta hier freut sich die frisch trainierte J22-Alsterflotte übrigens noch über viele Meldungen. Erst dann versinken die meisten Boote im Winterschlaf und die Crews widmen sich Winterhobbies – wie Trimmvideos gucken.



Travemünder Woche 2025
Regattabericht von Andreas Dillmann (GER 1411, Jola)

Ein wichtiger Termin im J/22 Wettfahrtkalender stand an. Die German Open während der Travemünder Woche – an drei Wettfahrt Tagen, bei insgesamt acht Rennen wurde die Meisterschaft ausgesegelt. Erfreulicherweise konnte die Meldezahl gegenüber dem Vorjahr auf elf Crews gesteigert werden. Besonders bemerkenswert dabei: vom Hamburger HSC gingen vier Teams an den Start.
Die Bedingungen während der drei Tage waren anspruchsvoll.
Wie vorhergesagt, nahm der Wind am Samstag stetig von 12 im ersten auf über 18 Knoten im dritten Lauf zu. Bei nordöstlicher Richtung baute sich entsprechend auch eine ordentliche Welle auf, die uns alle forderte. Sauberes Steuern, Depowering und alles Gewicht auf die Kante waren der Schlüssel zum Erfolg.
Alle Läufe wurden anstandslos absolviert und eigentlich wären jetzt Eistonne, Massagebank oder Mittagsschläfchen ein angemessener Programmpunkt gewesen…. aber es folgte das Showrace vor Publikum in Höhe des bekannten Windjammers, der „Passat“……. eine gute Werbung für unsere Klasse. In 2 Halbfinals wurden 6 Boote fürs Finale ermittelt, das das Team J-Bender vom HSC souverän gewann.
Wider der Prognose standen die Wetterfahrten am Sonntag unter dem Zeichen von Tough-Conditions. Der Wind stieg auf 18, in Böen über 20kn bei ordentlich Welle. Die J war auf der Kreuz kaum noch grade zu halten. Downwind war dann der Hammer…… die Wellen abzusurfen…. Ach, wie genial war das denn bitte, einfach Adrenalin pur.
Am Abend, beim KV-gemeinsamen Grillbuffet an der Promenade, fanden sich alle wieder ein. Großartige Stimmung, Fachsimpeleien und der Wille mehr Klassenregatten zu veranstalten und fleißiger zu melden, war die Übereinkunft.
Der letzte Tag bot uns nochmal ganz andere Bedingungen: Leichtwind von Land, kaum Welle und trotzdem 2 makelose Läufe bildeten den Abschluss.
Souveräne Gewinner waren am Ende die Vorjahressieger um Rainer Brockerhoff mit einer makellosen, uneinholbaren Bilanz. Auch das Team Stormy-J aus Berlin konnte seine Silbermedaille aus dem letzten Jahr verteidigen. Um den 3.Platz entbrannte ein heißer Zweikampf zwischen den HSC-Teams „J-Bender“ und „JOLA“.
Kam das Team um Thorsten Spötter besser mit den toughen Bedingungen klar, hatte das Team um Andreas Dillmann bei leichterem Wind die Nase vorn und konnte am Ende die Bronzemedaille für sich entscheiden.
Alle Beteiligten hatten eine phantastische Zeit bei idealen Wettfahrtbedingungen, einer professionellen Regattaleitung, einem perfekten Management unseres KV-Teams und dem Wissen, in der richtigen Klasse unterwegs zu sein.
Bericht: Andreas Dillmann (GER 1411, JOLA)











Edersee-Cup 2025
Ergebnisse, Regattabericht & Fotos
Die Segelsport-Gemeinschaft Edersee e.V. lud wieder zur Ranglistenregatta ein. Das war dieses Mal mit einer Besonderheit verbunden. Durch den ersten Mai stand auch die Einladung, an der Geschwaderfahrt (Ansegeln auf dem Edersee), teilzunehmen. Diese Einladung nahmen wir sehr gerne an.
Das Einkranen in Rehbach und der Schlepp nach Brinkhausen war wie immer völlig unkompliziert und bedingt durch die sehr schöne Landschaft, ist man ganz schnell in Urlaubsstimmung.
Am ersten Mai ging es bei Sommerwetter um 11:00Uhr aufs Wasser. Viele Boote der umliegenden Vereine waren mit dabei. Es ging einige kurzweilige Meilen auf der Eder entlang und immer die wunderschöne Landschaft mit ihren bewaldeten Bergen im Blick. Natürlich war es auch eine heimliche Regatta, nach dem Motto: Ein Boot ist Kaffeesegeln, zwei Boote eine Regatta. Am Wendepunkt erwartete uns der SSGE mit kühlen Getränken. Auf dem Rückweg folgten wir der Einladung vom Segelclub Asel, wo es erfrischende Kaltgetränke, die superleckeren Grillwürste und selbstgebackenen Kuchen gab. Eine Schwimmrunde im Edersee tat ihr Übriges.
Den Freitag nutzten wir als Trainings- und Sightseeingtag. Mit gutem Wind und Wetter segelten wir bis zur Staumauer und im Regattamodus zurück nach Brinkhausen.
Samstag, erster Regattatag. Wind gut, Wetter passte, schnell ertönte das Startsignal im Brinkhäuser Becken. Durch den Trainingstag konnten wir uns etwas mit dem Wind bekannt machen. Der Lauf war superschön. Das nächste Startsignal ertönte und los ging es. Im Gegensatz zum Ersten wurde dieser wegen Ankunft einer Unwetterfront abgeschossen. Abends trafen sich alle im clubeigenen Restaurant, wo es die besten Schnitzel gibt, zum gemütlichen Beisammensein.
Sonntag, zweiter Regattatag Rehbacher Becken. Wind gut, Wetter passte und schwupp ging es wieder los. Es folgten vier spannende Läufe, die keine Wünsche offenließen.
Und wieder vorbei. Auskranen, Boote verpacken und zur Siegerehrung ab nach Brinkhausen.
Zusammenfassung: Vielen herzlichen Dank an Andy und Volker Happich mit Team vom SSGE, an Peter Unger und Team vom Segelclub Asel. Danke an alle für die Herzlichkeit, die großartige Bewirtung, die Hilfestellungen und alles was ich hier vergessen habe. Ebenso einen Dank an Volker Genau, der als Fotograf an vorderster Stelle mit dabei war.
Der Termin im nächsten Jahr ist bei uns schon vorgemerkt. Regatta mit Urlaubsflair, immer wieder gerne.
Anne mit Crew GER 1168 Maus und Christian mit Crew GER 1359 Maus 2
Ergebnisse
Fotos von der Geschwaderfahrt und Edersee-Cup J22 unter SSGE.de










































Prinzen-Cup Haltern / Landesmeisterschaften NRW 2025
Ergebnisse, Regattabericht & Fotos

Here we go again ! Die erste Auswärtsregatta stand auf dem Programm. Auch in diesem Jahr wurde eines unserer Lieblingsziele angesteuert. Die German-Inshore in Haltern ist eine der meist besuchten Veranstaltungen der J22-Klasse (17 Schiffe)….. warum das? Nun, an dem Revier liegt es nur zum Teil, Hauptgrund ist sicher die unschlagbar gute Gastfreundschaft.
Also machten sich, wie im letzten Jahr, Team J-Bender (Thorsten, Hannes und Flo) und JOLA (Andi, Julia und Harald) auf den Weg.
Zum Drama geriet jedoch die Anfahrt. Es passierte das, wovor wohl alle Gespannfahrer einen Horror haben: der Trailer von J-Bender verlor auf der Autobahn ein Rad. Qualmend rutschte die Achse über den Asphalt. Glücklicherweise schaukelte sich weder das Gespann auf, noch kippte die J auf die Fahrbahn. Eine krasse Nummer. Nach Absperren durch die Polizei und Hilfe durch den ADAC konnte das Gespann auf den Rastplatz von Sittensen gebracht werden. Einige Zeit später steuerten wir den Rastplatz an und leisteten zumindest emotionale Hilfe, denn technisch war nichts zu machen. Allen ging es zum Glück gut.
Natürlich war man sich sicher, dass das Regatta-Wochenende für die Crew ein jähes Ende nimmt. Aber mit Nichten……
Für J-Bender vielleicht schon, aber noch lange nicht für das Team.
Die Kurzfassung: Trailer am Rastplatz abgestellt, Telefonat mit den Halternern, Charterschiff organisiert, Segel in den Camper und ab dafür….. was für ein Zusammenhalt in unserer Klasse….. der Start war gesichert. Nach einigen tröstenden Kaltgetränken am Abend und dem legendären Frühstücksbuffet am Morgen stieg die Stimmung wieder.
Hatten wir im letzten Jahr noch reichlich Materialverlust durch die hackmässigen Bedingungen war dieses Wochenende abnehmender Wind vorhergesagt. Aufgrund der Windrichtung, der Geographie und der unverrückbaren Startplattform wurde an Tag 1 ein doch reichlich unkonventioneller Kurs ausgelegt. Von einer neutralen Starlinie konnte man nur selten sprechen. Stark pendelnde Winde, aber ein krass bevorteiltes pinend, forderten alle Crews. In einem Lauf war sogar ein Anlieger zum Luvfass drin. Die beste Performance bot 7-Sitzer mit Holger Schmitt an der Pinne (3 Erste und ein gestrichener 3. Platz). Gefolgt von den Locals auf J’tje um Hardy Kleinefeld. Die Frage, die sich uns Hamburgern stellte, war: wie würde Thorstens Crew mit dem Ersatzmaterial klarkommen ? Eindeutiges Urteil: Sie kamen ! …..souverän fuhren sie auf den Dritten. Respekt…. Absolutes Teamkönnen !
Wir auf JOLA hatten vor allem mit der kruden Startsituation zu kämpfen, fuhren dann aber recht Konstant hinter der Führungsgruppe im ersten Verfolgerpulk. Auch bei uns klappten die Manöver super und die Stimmung an Bord war prächtig. Mit nur einem Punkt hinter dem 6. und zwei hinter dem 5. war die Motivation groß, am 2. Tag Attacke zu fahren. Daraus wurde leider nichts. Wegen – kein Wind – wurde der Start mehrfach verschoben und schließlich das ganze Event abgebrochen. Somit blieb das Vortags-Ranking der HSCler, mit J-Bender auf Bronze und JOLA auf dem 7. Wir waren‘s zufrieden und haben in Anbetracht der großartigen Gastgeber das Ticket für nächstes Jahr schon gelöst!
Andi für Team JOLA
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Regattabericht: Frühjahrs-Verbandsregatta I in Hamburg
29.03.2025 – 30.03.2025
Zum Saisonauftakt fand die etablierte Regatta für J24 und J70 in diesem Jahr erstmals mit Beteiligung der J22-Klasse statt. Die Herausforderung, Boote und Crews nach der Winterpause rechtzeitig vorzubereiten, wurde gemeistert, und bei sonnigem Wetter mit moderater, jedoch drehender und böiger westlicher Brise konnten sieben J22-Teams an den Start gehen – darunter auch das Team um Hardy Kleinefeld aus Haltern am See.

Die Wettfahrten begannen mit anspruchsvollen Bedingungen. Die Winddreher machten es der Wettfahrtleitung nicht leicht, eine faire Bahn zu legen. Die Crews mussten sich taktisch klug positionieren, insbesondere beim Setzen und Bergen des Spinnakers. Enge Entscheidungen an den Gates führten zu spannenden Positionswechseln.
Ein Zwischenfall am Start einer der Wettfahrten sorgte für Aufsehen: Ein Crewmitglied einer J22 verlor das Gleichgewicht und ging über Bord, konnte aber schnell geborgen werden. Trotz des ungewollten Manövers nahm das Team die Verfolgung wieder auf und kämpfte sich zurück ins Feld.
Der zweite Wettfahrttag brachte anspruchsvollere Bedingungen mit sich. Der Wind frischte auf 15 bis 30 Knoten auf, begleitet von Regen. Die Crews reagierten mit nachgetrimmtem Riggs. Die drehenden Böen erforderten höchste Konzentration, und das erfahrene Wettfahrtteam unter der Leitung von Jens Hahlbrock passte die Bahn entsprechend an.
Während der Regatta kam es zu spannenden Zweikämpfen an den Leefässern sowie auf den Zielkreuzen. Ein beschädigter Spinnaker in der vorletzten Wettfahrt führte zu improvisierten Lösungen und bot den Zuschauern ein packendes Finale.
Am Ende sicherte sich die J-Bender den Gesamtsieg vor der J’tje, während das drittplatzierte Team trotz einiger Rückschläge und taktischer Herausforderungen eine solide Leistung zeigte. Die Regatta bot faire, sportliche Wettkämpfe und lehrreiche Erfahrungen für alle Beteiligten – ein gelungener Auftakt in die neue Saison!
Gehört eigentlich das Kattegat zur Karibik?
Mit JOLA in den schwedischen Westschären – ein Törnbericht.

Fast wäre es vorbeigewesen, bevor es überhaupt angefangen hat. Unmittelbar vor dem Start zum diesjährigen Spätsommer-Törn fiel leider Julia unfallbedingt aus. Zum Glück hat sie sich mittlerweile gut erholt!
Also Telefon zur Hand und rumtelefoniert. Erfolgsaussichten natürlich minimal. Wer sagt schon einen einwöchigen Segeltörn zu, der in 2 Tagen beginnen sollte. Aber ich hatte Glück. Große Begeisterung und eine spontane Zusage. Nach dem Frühjahrstörn in Smålands-Fahrwasser stand dem nächsten Projekt nun nichts mehr im Wege. Ziel: die schwedischen Westschären.
Mit JOLA auf dem Hänger ging es in Kiel auf die Fähre nach Göteborg. Eine sehr komfortable Nachtpassage mit einem prächtigem Frühstücksbuffet.
Der ursprüngliche Plan, von Göteborg nach Oslo zu segeln, entpuppte sich bereits in der Planungsphase als zu ambitioniert. Die Idee zu einer Alternativroute kam dann durch Jürgen Waschek, der uns die norwegische Marina Edholmen ans Herz legte.
Aber auch diese Variante erforderte zu viel Meilenfresserei. Um zu verkürzen, suchten wir zum Kranen eine Marina nördlich von Göteborg und wurden in Valbodalen fündig. Valbodalen- Edholmen – Valbodalen hieß mit akzeptablen 130 sm nun das Projekt.
Das Kattegat, mit ner J22….. so mancher runzelte die Stirn. Aber bereits in den Tagen vorher bahnten sich ideale Bedingungen an. Hochsommerliche Temperaturen und 3-4 bft aus östlicher Richtung bedeuteten eine geringe Wellenwahrscheinlichkeit. Um es vorwegzunehmen: genauso traf es ein. Es sollte der wärmste September in den schwedischen Wetteraufzeichungen werden. Warum also Chartern in der Karibik ? 😉
Bei stahlblauem Himmel ging der erste Schlag in die Partyhochburg der Westküste, nach Smögen. Party ist aber nur in der Saison und die ist in Schweden bekanntlich an die landesweiten Sommerferien gekoppelt. Die waren jedoch schon rum und alle Marinas klappten bereits die Stege hoch.
Auch in diesem Urlaub war es der Anspruch, jede Marina unter Segeln anzufahren und so kam die erste Bewährungsprobe gleich hier in Smögen. Es wartete ein sehr schmales und langes Hafenbecken und natürlich Wind von vorn auf uns.
Da lagen sie nun an Steuerbord…. die fetten Yachten mit ihren leicht beunruhigten Eignern. Mit dem Cocktail in der einen und nem Fender in der anderen standen sie an ihrer Reling und beobachteten GANZ genau, ob das mit unserer Kreuz auch hinhauen würde. Als wir vorbeigezogen waren, nahmen sie, Daumen nach oben, wieder auf ihren Deckchairs Platz.
Von Smögen ging es dann weiter gen Norden.
Das Schöne an den Westschären ist die Möglichkeit, recht nah unter Land segeln zu können. Das bedeutet Schutz vor dem offenen Meer und interessante Fahrwasser zwischen malerischen, rötlichen Felsformationen. Manche Passage ist jedoch so eng, dass man sie nur unter Motor befahren darf. Ach dieser sch…. Aussenborder ! Abgesoffen war er. Da lagen wir nun und guter Rat war teuer. Da kam uns mein Job zur Hilfe. In einem lichten Moment bauten wir die Zündkerze aus, pusteten mit einer medizinischen Spritze ordentlich Luft in die Brennkammer und konnten dann problemlos die Maschine starten. Wie gut aber, dass wir in diesem Urlaub nur ganz selten auf den Motor angewiesen waren.
Hamburgsund war die nächste Marina. Wie passend ! Da machte sich der HSC-Stander besonders gut.
Langsam wurde aber klar, dass wir uns von unserem nördlichen Wendepunkt, besagter Marina von Edholmen, verabschieden mussten. Sonst wäre die Rückfahrt einfach zu stressig geworden. Norwegen sollte es aber schon sein. Und das passte. Die Trackaufzeichnung belegt die Rundung eines kleinen Leuchtfeuers in norwegischen Gewässern. JOLA war nun also auf den Meeren von Holland, Dänemark, Schweden und Norwegen unterwegs.
Auch die Tour gen Süden war traumhaft schön. Herrliche Spipassagen, frisch gepuhlte Krabben vom Kutter, ein wunderschönes Strandbad in Bovallstrand und natürlich Sonne satt, waren die Highlights !!!
Und fürs Finale wartete noch ganz großes Kino auf uns. Zufälligerweise fand in Smögen just an diesem Wochenende das alljährliche Festival „Island Of Light“ statt“. Es war ein magischer Abend ! Verschiedene Künstler arrangierten, von Musik untermalt, Lichtinstallationen und Projektionen in und um die Marina. Auf den Schären sitzend, konnten wir den Sonnenuntergang genießen und gleichzeitig die traumhaften Bilder auf den Felsen bestaunen…. unvergesslich !
Vor dem Krantag steuerten wir dann noch die wunderhübsche, pittoreske Marina von Lilla Kornö an. Die sollte unbedingt auf eure Bucketlist.
Und dann war es auch schon wieder zu Ende: Unser Abenteuer in der Karibik des Nordens.
Bericht und Bilder: Andreas Dillmann









Travemünder Woche 2024 – Ergebnisse & Bericht
Wind, Wellen und tolle Wettkämpfe
Nachdem im letzten Jahr auf der Ostsee vor Travemünde noch um den Weltmeistertitel in der J/22 gesegelt wurde, ging es dieses Jahr wieder um den Sieg bei den German Open. Neun begeisterte Segelcrews meldeten sich für den sportlichen Wettkampf im Rahmen der Travemünder Woche. Darunter auch die letztjährigen WM-Dritten um Eigner Frank Sturm und der Routinier Reiner Brockerhoff und Crew, was spannende Rennen erwarten ließ.
Bereits am Freitagnachmittag lagen alle J’s an den Stegen vor der Tornadowiese, ein großartiger Anblick und die Vorfreude stieg.
Die Wettervorhersage für Samstag versprach einiges: Wind, Wellen, Sonne und der heißeste Tag des Sommers. Gemeinsam mit den ORC-Yachten ging es für uns nach der Steuerleutebesprechung auf die Seebahn. Dort warteten bereits beste Segelbedingungen und eine gut organisierte Wettfahrtleitung. Die üppig bemessene Startlinie am ersten Tag linderte die Aufregung am Start und die ersten Rennen gestalteten sich sofort eng umkämpft. Konstante Bedingungen forderten vor allem fehlerfreies Segeln und eine gute Taktik.
Für Sonntag war die Windvorhersage deutlich durchwachsener. Trotzdem sollte es erst einmal auf die Bahn gehen, was bei sehr wenig Wind und dann auch noch gegenan eher eine Herausforderung darstellte. Glücklicherweise organisiert die Wettfahrtleitung einen Schlepp durch die Wasserwacht, so dass alle Crews pünktlich im Startgebiet waren. Umso überraschender kam dann der erste Start, bei dem man einige J’s beim 1-Minute Signal überhaupt erst in Startlinien-Nähe eintreffen sah. Leicht drehende Winde egalisierten diesen Nachteil jedoch umgehend und ein spannender zweiter Wettfahrttag entbrannte. Vor der zweiten Wettfahrt des Tages schlief der Wind dann plötzlich komplett ein und wenn er kam, drehte er fröhlich hin und her. Es half nichts, AP wurde gehisst und es hieß warten. Nach einer weiteren Verschiebung entschied die Wettfahrtleitung dann bei aufkommendem Wind für den zweiten Start. Kaum hatten die J’s die Startlinie überquert, flaute es ab und man sah die Boote fast stehen. Wer würde diesen Flautenpoker gewinnen? Nach einer gefühlten Ewigkeit zog dann von rechts der Wind wieder auf und vermutlich jeder Steuermann wünschte sich nun an die Stelle von Holger Schmidt und seiner Crew auf dem 7-Sitzer. Diese segelte im frischen Wind und als Erste dem Luvfass entgegen.

Im letzten Lauf des Tages hatte der Wind dann wieder seine Konstanz und nahm stetig zu. Auch die anfängliche Zurückhaltung an der Startlinie war längst verflogen, so dass es bei der 6.Wettfahrt auf einmal richtig eng an der langen Startlinie wurde. Davon ließ sich die Crew auf Jazzy jedoch nicht beirren und segelte auch zum Abschluss des zweiten Tages ihre souveräne Serie an der Spitze des Feldes weiter.
Der Rückweg sorgte dann nochmal für breites Grinsen auf den Gesichtern aller Crews, bei raumen Winden und einer guten Welle kamen die Boote sogar ins Gleiten und der Rückweg in den Hafen bei Sonne und Glitsch war pures Segelvergnügen.
Am Abend trafen sich die Crews dann noch zum Barbecue im Lübecker Yacht Club. Die aufziehende Gewitterfront sorgte für eine ordentliche Portion Gemütlichkeit und man führte gute Gespräche und schwärmte von den tollen Segelbedingungen der letzten Tage.

Am Montag, dem letzten Wettfahrttag der J/22 German Open, ging es dann nochmal ans Eingemachte. Starke Böenfelder wehten über die Bucht und die Bedingungen waren harsch. Ölzeug und eine gute Balance auf dem Vorschiff waren bei diesen Bedingungen gefragt. Gemeinsam mit den Dyas ging es auf Bahn „Charlie“, auf der die letzten zwei Rennen dieser Regatta stattfanden. Trotz leicht drehender Winde organisierte die Wettfahrtleitung einen fairen Wettbewerb und agierte souverän. Die Bedingungen forderten nochmal volle Konzentration von allen Crews. An der Spitze ließ die Crew der Jazzy nichts mehr anbrennen und gewann auch die letzten beiden Rennen souverän. Dahinter ging es deutlich enger zu, bis zur letzten Zielüberquerung wurde um jede Position im Feld gekämpft.
Der Rückweg in den Hafen und das Kranen an der Böbs-Werft verlief dann unkompliziert und man konnte noch einmal das Panorama der Travemünder Woche genießen. Generell war das Event wieder bestens organisiert und die Atmosphäre im Hafen, unter den Crews und auf der Regattabahn war grandios. Umso mehr würde es die Organisatoren und Teilnehmer freuen, wenn sich im nächsten Jahr vielleicht die ein oder andere weitere J/22 an die Ostsee verirrt. Eine zweistellige Meldeliste wäre doch ein toller Erfolg für diese großartige Klasse!
Bei der abschließenden Siegerehrung vor dem Race Office sah man dann viele glückliche Gesichter, nicht nur bei den Siegern. Diese drei großartigen Segeltage vor Travemünde, bei der sich die Crew auf Jazzy (Rainer Brockerhoff, Felix Brockerhoff und Christophe Declerque) den Titel J/22 German Open 2024 vor dem Team aus Berlin (auf stormy J mit Wolf Jeschonnek, Frank Sturm und Steffen Dülsen) und der Hamburger-Crew (Thorsten Spötter, Hannes Ranke und Florian Buchs auf GER 1449) sicherte, haben wieder gezeigt wie viel Spaß die J/22 macht und das die Klasse eine tolle Gemeinschaft ist! Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!
Thorsten Spötter, Hannes Ranke und Florian Buchs (GER 1449)

J/22 Training auf der Alster
Traumhaftes Segelwetter erwartete die Teilnehmer zum diesjährigen J/22-Training. Ursprünglich für Neustadt an der Ostsee geplant, wurde die Veranstaltung auf die Hamburger Auẞenalster verschoben. Wie im letzten Jahr bot uns Silke Basedow ein intensives Training auf unseren J/22. Vier Crews waren am Start, wobei das Erfahrungslevel von „Neu in der Klasse“ bis „Schon länger dabei“ reichte. Dementsprechend gestaltete Silke das Training, so dass jede Crew profitierte. Neben Segeltrimm, Manöveroptimierung, Startübungen und Feldtaktik war selbst Wetterkunde Thema. Es wurden viele kurze Rennen gefahren, wobei Silke auf der Bahn mit dem Mobo zu den Teams fuhr und wertvolle Tipps gab. Am Samstag gab‘s knackigen Wind, der sich zu einer heftigen Front am Nachmittag steigerte. Da waren aber alle schon sicher im Hafen. Nach 4 Einheiten mit Vor- und Nachbesprechung waren die Festplatten aller Teilnehmer voll und die Kräfte aufgebraucht.
Das einhellige Fazit …. Nächstes Jahr wieder !!!!
Großer Dank gilt neben Silke der J/22-Klassenvereinigung für die finanzielle Unterstützung, dem HSC für die unkomplizierte Bereitstellung des Mobo und des Schulungsraums und der Gastronomie für die notwendigen Stärkungen.
Ein Bericht von Andreas Dillmann, HSC














Ergebnisse, Bericht, Video & Fotos: Prinzen-Cup Haltern am See 2024, Landesmeisterschaften NRW

Zwei J/22 vom HSC auf dem Podium bei der German Inshore Regatta in Haltern am See
ein Bericht vom Drittplatzierten Andreas Dillmann (Team JOLA)
Ein wichtiger Termin im J/22-Kalender ist die Regatta auf dem Halterner Stausee, eine traditionsreiche Veranstaltung bei der auch gleichzeitig die Jahreshauptversammlung unserer Klasse stattfindet.
Sage und schreibe 17 Crews hat das Event angelockt. In diesen mageren Zeiten ist das eine sensationelle Meldequote. Auch die Dyas und Yngling hatten gute Feldstärken und waren mit uns auf der Bahn. Schnell haben wir verstanden, warum das Event so attraktiv ist. Dazu aber später mehr….
Auch zwei Crews vom HSC haben sich auf den Weg ins Münsterland gemacht. Thorsten Spötter, Hannes Ranke und Florian Buchs, die Titelverteidiger aus dem letzten Jahr, und das Team JOLA mit Andreas Dillmann, Julia Harder und Harald Bruhn vertraten die J/22-Nordflotte und den HSC.

Dreieinhalb bis vier Stunden dauert die Anreise von Hamburg.
Das Segelrevier selbst hat eine spezielle Geografie. Der Weg auf dem See zur Regattabahn führt von der versteckten Hafenbucht durch eine schmale Durchfahrt, diese trennt das Seeufer von einer Insel. Nun gut ….. auf einem überschaubaren See zu segeln das kennen wir ja. Die Außenalster mit 164 ha und der Halterner See mit 307 ha spielen etwa in der gleichen Liga.
Kommen wir nun zur Gastfreundlichkeit und Organisation……. oh ja, die muss man erwähnen. Schon die Ankunft ! 15 min vor dem Eintreffen sollte man anrufen. Und so wartete bereits jemand an der Straße auf uns, lotste uns zu tiefenentspannten Club-Senioren, die uns sofort kranten. Gefühlt hatten die ihren Platz bis Sonntag nicht verlassen, denn das Rauskranen lief genauso reibungslos. Im Clubraum war eine Leinwand vorbereitet, um nach der J/22-Mitgliederversammlung das Eröffnungsspiel der Fußball-EM sehen zu können. An den Wettfahrttagen ging’s weiter: Seglerfrühstück, Grillabend, selbstgemachtes Kuchenbuffet….. also Rundrum eine sehr engagierte Organisation durch den Segelclub Prinzensteg e.V mit vielen freiwilligen Händen. Da kommt man gerne wieder !
Nun zum Sport !!! Auch da wurde uns einiges geboten. An beiden Wettfahrttagen hatte die Wettfahrtleitung Wind geordert…. Oh ja: und den bekamen wir reichlich. Am ersten Tag musste der Start bei einem Grundwind von 5-6 bft und Böen bis 8 bft verschoben werden und am zweiten ließen wir uns wegen der Vorhersage dazu verleiten, die Riggspannung zu lockern. Etwas verfrüht, wie sich noch herausstellen sollte.
Am Samstag und Sonntag wurden jeweils 3 Rennen gesegelt, wobei ein up-and-down Kurs ausgelegt wurde, der dreimal gerundet werden musste und mit einer Zielkreuz abgeschlossen wurde. Zwischen den Rennen konnte man sich in der Landabdeckung der besagten Insel verstecken, um die Konzentrations- und Kraftspeicher aufzufüllen.
Nach den Dyas kamen wir J/22 und nach uns die Ynglinge. Somit waren immer drei Fleets gleichzeitig auf der Bahn. Bei dem strammen Wind ging schon beim Start der Adrenalin-Pegel mächtig in die Höhe. Die Crews verhielten sich jedoch fair und defensiv, so dass wenig Trouble entstand. Mit einer Ausnahme: am ersten Tag betrachtete eine downwärtsfahrende Dyas das startende J/22 Feld offenbar als bewegliches Ziel und fuhr einer J im rechten Winkel mittschiffs in den Rumpf. Zum großen Glück blieb es bei einer aufgeplatzten Lippe. Das hätte böse enden können. Natürlich entstand aber ein kapitaler Rumpfschaden, was das Wettfahrtende für die Crew bedeutete.
Nachdem wir uns alle von dem Schreck erholt hatten, wurde weiter gesegelt.
Meist war es besser, über die linke Bahnseite aufzukreuzen. Bei den heftigen Böen war es dabei besonders wichtig sauber zu segeln und weit auszureiten. Ein hohes Crewgewicht war dabei natürlich von großem Vorteil. Nach der Ablauftonne in Luv konnte der Spi gezogen werden…. das taten bei den Bedingungen nicht alle. Es war, als ob man ein Gaspedal runterdrückt …. Die J kam wunderbar ins Gleiten
Bereits am ersten Tag entbrannte an der Spitze ein spannender Zweikampf zwischen „7-Sitzer“ mit Holger Schmidt am Steuer und unserer HSC-Crew, den Vorjahressiegern um Thorsten Spötter.
Die ersten beiden Plätze machten die beiden fast ausnahmslos unter sich aus.
Aber auch der Fight um Platz 3 war spannend. Hier lieferten sich JOLA vom HSC, J’tje mit den Lokalmatadoren um Hardy Kleinefeld und Joy 22 aus Paderborn ein packendes Duell. Besonderen Respekt verdient dabei die Joy 22 mit Gerhard Kley am Steuer. Alle Rennen sind sie nur zu zweit
gefahren und haben dabei selbst unter diesen Bedingungen jedes Mal den Spi gezogen. Chapeau !
Am ersten Tag entsprach die Situation weitgehend der Vorhersage. Das Rigg wurde auf ordentlich Wind getrimmt, was sich auszahlte. Für den Sonntag war die Prognose moderater, so dass wir zur 2. Wettfahrt alles etwas fluffiger trimmten. ….. Leider jedoch zu optimistisch gedacht, denn zum letzten Rennen der Veranstaltung bekamen wir nochmal ordentlich einen eingeschenkt. Sowohl bei uns als auch bei Thorsten flog der Spi auseinander. Die bisher schon gute Platzierung und ein Sonnenschuss brachten Thorstens Crew dazu, dieses Rennen zu verkürzen und als Streicher zu verbuchen.
Schlussendlich kamen alle heile zurück zum Steg, kranten schnell und fanden sich dann zur Siegerehrung ein. Diese verlief aus HSC-Sicht sehr erfolgreich ! Um einen einzigen Punkt verfehlten Thorsten, Hannes und Florian zwar die Titelverteidigung, holten aber mit einem komfortablen Vorsprung die Silbermedaille. Bronze ging an das Team JOLA mit Andreas, Julia und Harald.
Gesamtsieger wurde nicht unerwartet das Team 7-Sitzer mit Holger, Thomas und Anna Lisa vom Lohheider See in Duisburg.
Wir hatten ein großartiges Wochende bei tollen Gastgebern, eine souverän ausgerichte Regatta mit einem eindrucksvollen Teilnehmerfeld. Tipps für so eine gelungene Veranstaltung nehmen wir mit und kommen im nächsten Jahr sicher wieder.
Andreas Dillmann (Team JOLA)
Bilder: Andreas Dillmann, Barbara Engelhardt, Mario Schmitz
Ergebnisse, Film & Bericht: Edersee Cup, 04.05.2024 – 05.05.2024
Regattabericht Edersee
Die Segelsportgeneinschaft Edersee e.V hat nicht zu viel versprochen. Wir hatten traumhaftes Wetter am ersten Maiwochenende und der Edersee war randvoll.
Der Edersee präsentierte sich wie auf den Postkarten des Erholungsgebietes.
Die fünf geplanten Wettfahrten konnten durchgeführt werden und der Wind hat in jedem Lauf mit seinen Drehern für ausreichend Abwechslung und Spannung gesorgt.
Der erste Lauf war im „Schlauch von Rehbach“ und nach einer Windpause die letzten drei Läufe des Tages in der Brinkäuser Bucht.
Für den letzten Lauf am Sonntag nahm der Wind nochmal zu und wir konnten einen schönen langen Kurs segeln.
Insgesamt wurde fair gesegelt und abends noch in dem Clubrestaurant „Zur Endstation“ geklönt.
Der SSGE hat uns gastfreundlich empfangen und ganz klar, gibt es dort die besten Schnitzel am Edersee.
Für den Transfer via Motorboot im J/22-Convoy war auch gesorgt. So sorgte die kleine Bootsfahrt für eine nette Abwechslung und der Edersee zeigte sich von seiner schönsten Seite.
Das ist noch nicht Werbung genug für die Regatta im Jahr 2025, es ist schon abgestimmt, dass hier die Hessenmeisterschaft stattfindet! Wäre doch klasse, wenn die Meldeliste sich noch erweitern lässt mit ein paar mehr Crews aus NRW.
Wir freuen uns auf jeden Fall auf das nächste Jahr und machen den Daumen hoch für die Regatta!
Thomas Pucker, Jörn Schmidt und Maike Waldhoff





















































































































































































































