Bericht: 6. Edersee-Cup 2026 – Hitze, Taktik und ein souveräner Sieger
Was braucht es für eine gelungene Regatta? Motivierte Crews, spannende Rennen auf der Bahn, eine erstklassige Betreuung an Land und natürlich den passenden Wind. All das bot das Juni-Wochenende beim SSGE – garniert mit einem großartigen Rahmenprogramm und einer ordentlichen Portion hochsommerlicher Hitze.

Insgesamt hatten sieben J/22-Crews gemeldet. Ein großes Dankeschön geht gleich zu Beginn an die Organisatoren, die insbesondere die auswärtigen Teams herzlich willkommen hießen.
Gelungener Auftakt am Freitag
Für einige Crews begann das Regattawochenende bereits am Freitagabend, dem 26. Juni. Ab 19 Uhr traf sich die J/22-Flotte zum traditionellen Seglerhock in der „Endstation“ in Bringhausen. Bei entspannten Gesprächen und kühlen Getränken wurde gefachsimpelt, gelacht und die Taktik für die kommenden Wettfahrten besprochen.
Drei Wettfahrten am Samstag
Am Samstagmorgen stand zunächst für uns das Einkranen an der großen Krananlage in Rehbach an, rund 15 Minuten vom Club entfernt. Nach dem Einkranen ging es im Schlepp zum Vereinsgelände der SSGE. Entgegen mancher Befürchtungen erwies sich der Wasserstand als vollkommen ausreichend, sodass hervorragende Wettfahrten nichts im Wege stand.
Auf dem Wasser verlangten die Bedingungen den Crews einiges ab. Nach einer kurzen Startverschiebung schickte die Wettfahrtleitung das Feld bei zwei Beaufort auf die Bahn. Der leichte Wind erforderte viel Fingerspitzengefühl und taktisches Geschick.
Nach drei spannenden Wettfahrten bewies die Wettfahrtleitung angesichts der hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 37 Grad Augenmaß und beendete den Segeltag. Auf einen vierten Lauf wurde verzichtet – eine Entscheidung, die von allen Beteiligten als absolut richtig empfunden wurde.
Für die ersehnte Abkühlung sorgte anschließend ein besonderes Highlight: Die Crews wurden mit eiskaltem Stegbier versorgt. Am Abend wartete bereits der nächste Höhepunkt: Beim Schnitzelessen wurde in geselliger Runde zusammengesessen. Besser kann ein Regattatag kaum enden.
Entscheidung am Sonntag
Auch der Sonntag präsentierte sich hochsommerlich heiß. Der Edersee lieferte jedoch erneut ausreichend Wind, sodass zwei weitere Wettfahrten gesegelt werden konnten. Damit kamen insgesamt fünf gewerteten Läufe zusammen. An der Spitze ließ Andreas Dillmann nichts anbrennen. Mit seiner Crew segelte er eine nahezu fehlerfreie Serie und unterstrich eindrucksvoll seine Favoritenrolle. Dahinter entwickelte sich ein enger Kampf um die weiteren Podiumsplätze.
Die Ergebnisse
- Platz: GER 1411 – Andreas Dillmann, Silke Basedow und Harald Bruhn (HSC)
- Platz: NED 1385 – Christian Schaefers, Dominik Gärtner und Juliana Gärtner
- Platz: GER 1516 – Peter Hillebrand, Jens Opalka und Nils Hillebrand (SCW)
Fazit
Ein herzliches Dankeschön gilt Wettfahrtleiter Volker Happich und seinem gesamten Team für die reibungslose Organisation auf dem Wasser sowie das hervorragende Rahmenprogramm an Land. Der gelungene Mix aus sportlichem Wettkampf, perfekter Organisation und geselligem Miteinander macht den Edersee-Cup zu einer gelungenen Veranstaltung.
Der Appell an die gesamte J/22-Flotte lautet daher: Tragt euch den Termin für 2027 schon in den Kalender ein, meldet euch frühzeitig und unterstützt auch künftig die Regatten auf den kleineren Revieren mit starken Teilnehmerfeldern.
See you on the water!
Jens Opalka
GER 1516



